Faschingsfreunde Münsterhausen e.V.

Die Faschingsfreunde Münsterhausen gehen mit einem Märchenwagen auf Tour. Bei der Tradition des Wagenvorstellens hatten nicht nur die Kinder ihren Spaß.

„Thunder“ von AC/DC schallte es am Freitag am Festplatz in Münsterhausen noch in dezenter Lautstärke aus den riesigen Lautsprechern heraus. Nur noch kurze Zeit, dann gehen die Faschingsfreunde Münsterhausen mit ihrem Faschingswagen auf Tour. Zehn Umzüge werden es in dieser Saison sein.

„Extrem wenig“, wie Kassierer Matthias Eisenbacher meint. Im vergangenen Jahr seien es 14 gewesen. Vom TÜV wurde der Wagen bereits im alten Jahr abgenommen, vergangene Woche waren es nur noch kleinere Restarbeiten, die zu erledigen waren. Dabei spielt eines eine ganz große Rolle: Die Sicherheit. Am Sonntag erhielt er noch seinen Segen, bei dem auch der knapp 20-köpfige „Faschingschor“ der Faschingsfreunde sang.

„Hänsel und Gretel – auf Hexenjagd“ lautet das Motto der Münsterhauser Faschingsfreunde in diesem Fasching. „Wir machen immer etwas für Kinder“, erzählt Matthias Veit, der erste Vorstand des Vereins. Jim Knopf, Peter Pan oder Robin Hood waren unter anderem schon die Themen. An die 100 Personen hatten es sich nicht entgehen lassen, als die Faschingsfreunde Münsterhausen traditionell wieder ihren Wagen vorstellten. Und vor allem Kinder waren es, die das kleine Lebkuchenhäuschen mit den Zuckerstangen und bedeckt von Zuckerwatte vorne sowie die mit liebevollen Malereien verzierte Hütte im hinteren Teil bewunderten: mit der bösen Hexe aus dem einen und Hänsel und Gretel aus dem anderen Fenster schauend.

Das Hexenhaus ist vollgestopft mit Technik

Natürlich bot sich dabei auch die Gelegenheit, einmal einen Blick in das Innere des Wagens zu werfen. In das mit Technik vollgestopfte Hexenhaus im vorderen Bereich bis hin zur über eine Leiter erreichbaren Plattform oben. Besonders fallen die von Hand ausgesägten, bunt bemalten Dachschindeln und die ausgeschnitzten Fensterbögen ins Auge.

Was ist das für ein Gefühl, in einem Faschingswagen mitzufahren? Nach einigen Runden über den Festplatz, unter der Aufsicht von Mitgliedern der Faschingsfreunde, und begleitet von „Westerland“ von den Ärzten, meint die sechsjährige Teresa aus Münsterhausen: „Am schönsten ist es, wenn man von ganz oben herunter winkt“, während Lukas, ebenfalls sechs Jahre alt, die Musik und das Hexenhaus besonders gut gefällt. Aber auch die älteren Besucher fanden die Wagenvorstellung am Freitag eine schöne Sache: „Es ist toll, wenn die Generationen zusammenkommen und die Gelegenheit nutzen, sich den Wagen anzuschauen“, meinte Elfriede Eisenbacher. Dass der Wagen der Faschingsfreunde Münsterhausen dabei im Vordergrund stand, war klar. Die Gelegenheit, dabei gemeinsam noch einige Zeit im Sportheim zu verbringen, nahmen viele dabei ebenfalls wahr.

Erstmals gibt es auch eine Kindergruppe – die „Knöpfla“. Sie werden unterwegs sein als Fußgruppe unter dem Motto Jim Knopf mit der kleinen Lokomotive „Molly“, die bereits schon einmal im Einsatz war. Kein Wunder, dass sich am Freitag auf dem Festplatz neben den vielen Hänsels und Gretels auch zahlreiche kleine rot-blau gekleidete „Knöpfla“ tummelten. Und bald wird es wieder heißen: „Meischtr (Münster) na und Hausa (Hausen) nauf, alles nimmt sein guata Lauf.“

Quelle: Mittelschwäbische Nachrichten

Besucher

Heute 21

Gestern 26

Woche 97

Monat 533

Insgesamt 326450